4. Sommer-Linde

Sommer-Linde

Tilia platyphyllos
Lann, Summerlann
Tilleul à grandes feuilles

Größe: Auf geeigneten Standorten kann die Sommerlinde bis zu 40 m Höhe erreichen und bildet eine kegelförmige Krone mit typisch tief herabhängenden Ästen.

Blatt: Das Blatt ist groß und herz- bis eiförmig, sowie weich behaart, auf der Blattunterseite sitzen weiße Achselbärte an den Nerven. Die Herbstfärbung ist gelb.

Blüte/Frucht: Die Sommerlinde blüht zeitlich einige Tage vor der Winterlinde, meist Ende Juni und liefert eine gute Bienenweide. Der Stiel der gelblichweißen Lindenblüte verfügt über ein häutiges, flügelartiges Hochblatt, das der Frucht später als Flughilfe dient. Die kleinen verholzenden Nüsse fallen im Herbst ab und dienen kleinen Nagetieren oder Vögeln als Winterfutter. Im Gegensatz zu denen der Winterlinde sind die Nüsschen recht weich und lassen sich zwischen den Fingern zerdrücken.

Holz: Lindenholz ist wenig widerstandsfähig gegenüber der Witterung. Da es weich und leicht zu verarbeiten ist, verwendet man es gerne zur Herstellung von Spielzeugen, kleinen Utensilien oder zu Holzwolle. Besonders geeignet ist es für Furniere und zur Herstellung von Zeichenkohle.

Wissenswertes/Verwendung: Die Sommerlinde benötigt gute tiefgründige Böden. Sie gilt als die typische „Dorflinde“. Die stattlichen Bäume wurden gerne in der Mitte des Dorfes oder vor Klöstern gepflanzt. Lindenblütentee ist ein bewährtes Heilmittel, das schweißtreibend und fiebersenkend wirkt.