35. Kopfweide

Kopfweide

Salix alba
Kappweed
Saule têtard

Größe: Kopfweiden entstehen durch den regelmäßigen Rückschnitt der jungen Äste auf gleicher Höhe (Schneiteln) im Abstand von mehreren Jahren. Die jungen Triebe wurden ehemals zum Korbflechten oder in Weinbaugebieten zum Anbinden der Reben genutzt.

Blatt: Im Laufe der Zeit entwickeln die Bäume die typische Kopfform, da sich an den Schnittstellen Morschungen (Fäulnis) und Höhlen entwickelt haben.

Blüte/Frucht: Vor allem in feuchten Wiesen, entlang von Bächen und Flüssen finden wir kopfweidenreiche Gebiete, da die Weiden hohe Ansprüche an die Wasserversorgung stellen.

Holz: Die Vernachlässigung der Pflege von Kopfweiden lässt die Äste zu hoch und zu schwer in den Himmel „schießen“, so dass sie schließlich unter der Last zusammenbrechen. Dies bedeutet meist das aus für die Kopfweiden.

Wissenswertes/Verwendung: Aus ökologischer Sicht ist die Pflege und Erhaltung der Kopfweiden sehr sinnvoll, da insbesondere alte Kopfbäume ein interessanter Lebensraum für zahlreiche Insekten und andere Kleintiere sind. Viele seltene Vögel, wie Steinkauz und Wendehals, aber auch Fledermäuse finden hier Nistmöglichkeiten und Unterschlupf.