30. Sandbirke, Hängebirke

Sandbirke, Hängebirke

Betula pendula
Biirk
Bouleau verruqueux

Größe: Die Hängebirke wird bis zu 30 m hoch, aber nur etwa 100 Jahre alt, mit einem Stammdurchmesser von etwa 80 cm.

Blatt: Die Blattform ist vielfältig, von spitz-dreieckig bis rautenförmig, 3-6 cm lang. Im Herbst verfärben sich die Blätter goldgelb. Die jungen Zweige sind mit kleinen Warzen besetzt und fühlen sich rau an.

Blüte/Frucht: Die Blüte erscheint vor oder mit dem Laubaustrieb. Die männlichen gelben Kätzchen stäuben intensiv und sind Auslöser heftiger Pollenallergien. Die weiblichen Kätzchen sind grünlich und bleiben als Fruchtkätzchen am Baum hängen. Im Frühherbst entlassen sie unzählige winzige Flügelnüsschen.

Holz: Birkenholz ist zäh und elastisch, aber nur wenig hart. Drechsler schätzen es. In der Möbelindustrie ist es wegen seiner Maserung beliebt. Aufgrund der harzreichen Rinde hat es einen hohen Brennwert. Die auffällige weiße Rinde reflektiert viel Sonnenlicht und schützt den Baum vor Überhitzung. Die äußeren Schichten lassen sich wie Papier vom Baum abziehen.

Wissenswertes/Verwendung: Die Birke stellt kaum Anforderungen an den Standort und gedeiht am besten auf trockenen, gut durchlüfteten Sandböden. Als typische Pionierbaumart (Erstbesiedler) ist sie sehr lichtbedürftig. Zudem sind sie sehr winterhart. Ihr Laub wirkt bodenverbessernd. Die Wurzeln wachsen sehr dicht und flach. Platten und Wege werden schon nach wenigen Jahren kräftig gehoben. Birkensaft wird für kosmetische Zwecke genutzt (Birkenwasser). Früher wurde aus daraus auch eine Art Teer gewonnen.