19. Winterlinde

Winterlinde

Tilia cordata
Lann, Wanterlann
Tilleul à petites feuilles

Größe: Die Winterlinde wird bis zu 30 m hoch und steht damit der Sommerlinde etwas nach. Beide Linden können mehr als 1000 Jahre alt werden.

Blatt: Die Winterlinde hat ein rundlich- herzförmiges Blatt, kleiner als das der Sommerlinde. Blattunterseits erkennt man in den Achseln der Blattnerven rotbraune Achselbärte.

Blüte/Frucht: Die Winterlinde ist einer der wenigen einheimischen sommerblühenden Bäume, die Blüte zeigt den Beginn des Hochsommers an. Die gelben Trugdolden duften angenehm. Die Frucht der Winterlinde ist härter als die der Sommerlinde. Sie lässt sich nur schwer zerdrücken.

Holz: Da das Holz der Winterlinde sehr weich ist, stellt es bestes Schnitzerholz dar. Der Brennwert ist nur gering. Der Bast der Rinde wurde früher für Flecht- und Seilwaren und zum Binden genutzt.

Wissenswertes/Verwendung: Die Winterlinde ist allgemein anspruchsloser als die Sommerlinde, verträgt aber Stadtklima (Abgase) ebenso schlecht wie diese. Sie gilt aber als sturmfester Alleebaum und geeignetes Waldmantelgehölz. Über die Jahrhunderte galten die Linden als typische Bäume der Dorfplätze und Innenhöfe. Insbesondere ihre späte Blüte im Sommer ist für Bienen und andere Hautflügler von besonderer Bedeutung.